Budweis - Lipno 75Km 1430 Hm


Diese Etappe hatte es in sich, die ersten 10 km verliefen noch flach. Bei Kamnny Ujezed fing es an hügelig zu werden. Nach ca. 30 km und mit brennenden Schenkeln erreichten wir Krumau. Die Burg war mit Hunderten chinesischen Touristen belagert, wir aßen am Flussufer einen Snack, versorgten uns danach mit genügend Wasser und nahmen den Rest der Etappe in Angriff. Direkt aus der Stadt ging es gleich wieder abartig steil hinauf. Was für normale Bikes schon anstrengend ist, ist für Fernradler eine richtig schweißtreibende Angelegenheit. Bei Nahorany mussten wir wieder einmal die gesamten "Bergaufkilometer" hergeben und die Route führte steil zur Moldau runter. Am Ufer gab es am Campingplatz wenigsten Kaffee und Eis. Die Karte zeigte uns aber wieder einen fürchterlichen Anstieg bis nach Rozmberk. Ich stöberte während der Pause in Google MAPS und sah auf der anderen Uferseite eine Straße, die am Ufer entlang in die besagte Stadt führte. Da ich in der Moldau spielende Kinder stehen sah, prüfte ich, ob eine Querung möglich sei und tatsächlich war das Wasser nur kniehoch. Kurzerhand entschlossen wir uns, die Räder und das Gebäck durch den Fluss zu tragen und so ca. 400 zusätzliche Höhenmeter zu sparen. Zum Gaudium der Schlaubootfahrer querten nun zwei Radfahrer die Moldau. Eine super Entscheidung, wir radelten bequem die Landstraße entlang und ignorierten wie eine Gruppe Motorradfahrer auch die Fahrverbotstafel.Als nach drei Kilometern die Motorradfahrer wieder zurückfuhren, kamen uns allerdings Zweifel, ob wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Und tatsächlich versperrte eine Brückenbaustelle kurz vor der Stadt die Straße. So schulterten wir die Räder zum zweiten Mal an diesem Tag, es war jedoch eine leichte Übung  die Baustelle zu umgehen und so hatte sich dieser "Abschneider" auf jeden Fall ausgezahlt. Bei Rozmberk ging es dann wieder bergauf, diese Strecke mündete bei Vyssi Brod in einen wunderschönen Waldweg, der entlang einer fast versteckten Eisenbahntrasse nach Lipno führte. Die parallel laufende Moldau glich einem kühlen Gebirgsbach, der einfach zum Verweilen aufforderte. Nach der anstrengenden Tour, die Füße im Wasser, zauberte mir dieses bukolische Ambiente den Schubert auf die Lippen. " Ich hört' ein Bächlein rauschen wohl aus dem Felsenquell, hinab zum Tale rauschen, so frisch und wunderhell". Ich musste mich fast gewaltsam zum Weiterfahren zwingen. Als wir am Ostufer vom Stausee ankamen war Maria ziemlich am Limit. Doch die restlichen zwei Kilometer nach Lipno war entspanntes Ausradeln. Um 90 EUR nächtigten wir in einem riesigen Zimmer im Hotel Admiral, das Bier schmeckte und allein der Gedanke an das Pfeffersteak lässt mir wieder das Wasser im Mund zusammen rinnen.

Beim abendlichen Spaziergang, bei dem wir ohne schlechtes Gewissen eine Riesenportion Eis verdrückten, näherten sich schon die Vorboten der Wetterverschlechterung, die über die Nacht kommen sollte.

Höhenmeter sammeln
Höhenmeter sammeln
Impressionen sammeln
Impressionen sammeln
Impressionen sammeln
Impressionen sammeln
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Krumau
Achtung Radfahrer
Achtung Radfahrer
eine erfrischende Modaudurchquerung
eine erfrischende Modaudurchquerung
Rozmberk
Rozmberk
Der Waldweg vor Lipno
Der Waldweg vor Lipno
Der Waldweg vor Lipno
Der Waldweg vor Lipno
Links von uns verläuft die versteckte Bahntrasse
Links von uns verläuft die versteckte Bahntrasse
Ich hört ein Bächlein springen
Ich hört ein Bächlein springen
der ideale Rastplatz
der ideale Rastplatz
Lipno erreicht
Lipno erreicht
Der Stausee in Lipno
Der Stausee in Lipno
Die Belohnung des Tages
Die Belohnung des Tages